Katholisch

Petersdom im Vatikanstaat in Rom (Foto: Ank_Kumar/Wikimedia)

Das Wort „katholisch“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „allgemein, allumfassend“. Im deutschen Sprachraum steht katholisch in der Regel synonym für die römisch-katholische Kirche. „Römisch“ heißt sie deahlb, weil ihr Oberhaupt, der Papst, seinen Sitz in Rom im Vatikanstaat hat. Er ist das Oberhaupt der weltweiten römisch-katholischen Kirche. In den einzelnen Ländern wird die römisch-katholische Kirche durch Kardinäle und Bischöfe geleitet.

Zur Katholischen Kirche gehören aber auch die mit Rom unierten katholischen Ostkirchen. Sie erkennen den Papst als Oberhaupt der Kirche an, feiern allerdings nach dem nach den Riten der Ostkirchen Gottesdienst wie in den orthodoxen Kirchen. In Deutschland etwas bekannter ist hingegen die Altkatholische Kirche, die sich im 19. Jahrhundert von Rom abgespaltet hat.

Wir haben eine Katholikin gefragt, was ihr im römisch-katholischen Gottesdienst wichtig ist:


Eine wichtige Rolle für die heutige römisch-katholische Kirche spielt das 2. Vatikanische Konzil, das vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 stattfand. Papst Johannes XXIII. hatte es zur Erneuerung der Kirche einberufen. In 16 Dokumenten wurden die Grundlagen und Aufgaben der Kirche formuliert. So heißt es z.B. in „Lumen gentium“:

Im Leben derer, die, zwar Schicksalsgenossen unserer Menschlichkeit, dennoch vollkommener dem Bilde Christi gleichgestaltet werden, zeigt Gott den Menschen in lebendiger Weise seine Gegenwart und sein Antlitz. In ihnen redet er selbst zu uns, gibt er uns ein Zeichen seines Reiches, zu dem wir, mit einer so großen Wolke von Zeugen umgeben und angesichts solcher Bezeugung der Wahrheit des Evangeliums, mächtig hingezogen werden. Aber nicht bloß um des Beispiels willen begehen wir das Gedächtnis der Heiligen, sondern mehr noch, damit die Einheit der ganzen Kirche durch die Übung der brüderlichen Liebe im Geiste gestärkt werde. Denn wie die christliche Gemeinschaft unter den Erdenpilgern uns näher zu Christus bringt, so verbindet auch die Gemeinschaft mit den Heiligen uns mit Christus, von dem als Quelle und Haupt jegliche Gnade und das Leben des Gottesvolkes ausgehen. So ziemt es sich also durchaus, diese Freunde und Miterben Christi, unsere Brüder und besonderen Wohltäter, zu lieben, Gott für sie den
schuldigen Dank abzustatten, sie hilfesuchend anzurufen und zu ihrem Gebet, zu ihrer mächtigen Hilfe Zuflucht zu nehmen, um Wohltaten zu erflehen von Gott durch seinen Sohn Jesus Christus, der allein unser Erlöser und Retter ist..
Jedes echte Zeugnis unserer Liebe zu den Heiligen zielt nämlich seiner Natur nach letztlich auf Christus […] und durch ihn auf Gott, der wunderbar in seinen Heiligen ist und in ihnen verherrlicht wird.

(II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche »Lumen gentium« (1964), Nr. 50.)

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