
In orthodoxer, katholischer und reformatorischer Tradition hat das allgemeine Priestertum (vgl. 1. Petr 2,9) eine – wenn auch in der Ausgestaltung unterschiedene – besondere Bedeutung. Während die römisch-katholische Kirche den hohen Stellenwert des allgemeinen Priestertums durch die in der Taufe vermittelte Zugehörigkeit zur Gemeinde Christi auf dem zweiten Vatikanischen Konzil heraushob, ist hingegen die Weihe von Amtsträgern in der orthodoxen Kirche abhängig von der Zustimmung der versammelten Gemeinde. In den Kirchen der reformatorischen Tradition hat der Verweis auf das Priestertum aller Getauften dazu geführt, dass verliehene Ämter überwiegend einen funktionalen Charakter bekommen haben. Kontroverse Themen zwischen den Konfessionen sind u.a. die Fragen nach der Apostolizität und der Rolle von Frauen in Ämtern.
In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sind Frauen seit 1970 im Pfarrdienst gleichgestellt. Die EKHN hat dazu viele Informationen zusammengestellt (https://www.ekhn.de/ueber-uns/geschichte/50-jahre-gleichstellung.html), unter anderem ein tolles Video:
