In der orthodoxen Kirche steht die Teilnahme an der Göttlichen Liturgie (d.h. Abendmahl) im Zentrum des Glaubenslebens. Die Liturgie ist ein Abbild der himmlischen Anbetung Gottes. Vor allem in der byzantinischen Orthodoxie kommt dies in der reichen Bilderausstattung der Räume zum Ausdruck. Ikonen machen die dargestellten Personen, wie Christus, Maria oder Heilige, und Heilsereignisse für die Betrachter gegenwärtig. Die orthodoxe Theologie orientiert sich außer an der Heiligen Schrift auch an den lehrmäßigen Beschlüssen der sieben sogenannten ökumenischen Konzilien des ersten Jahrtausends und an den Kirchenvätern.
Außer der byzantinischen Orthodoxie gibt es auch die orientalisch Orthodoxen Kirchen, die nur die ersten vier ökumenischen Konzilien der Alten Kirche anerkennen und die ältesten christlichen Riten bewahrt haben. Zur byzantinischen Orthodoxie gehört beispielsweise die Russisch-Orthodoxe Kirche und Griechisch-Orthodoxe Kirche und die Koptisch-Orthodoxe und Armenisch-Orthodoxe Kirche gehören zu den orientalisch Orthodoxen Kirchen.
