Alle christlichen Kirchen bekennen den dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Dazu haben sich seit frühester Zeit zwei Bekenntnisse herausgebildet: das Apostolische und das Nizänische Glaubensbekenntnis. Beide Texte haben eine dreigliedrige Struktur und fassen den Glauben in den wesentlichen Punkten zusammen.
Obwohl beide Bekenntnisse in den westlichen wie in den östlichen Kirchen bekannt sind, wird in der römisch- katholischen und den evangelischen Kirchen im Sonntagsgottesdienst vorwiegend das Apostolische Glaubensbekenntnis verwendet, während für die Orthodoxen das Nizänische das hauptsächliche Bekenntnis ist. Für manche andere Kirchen bedeuten solche geschichtsträchtigen und formelhaften Bekenntnisse wenig. Sie legen eher Wert darauf, ihren Glauben immer neu und aktuell zu bekennen.
Christ:innen formulieren in besonderen Situationen persönliche oder gemeinsame Bekenntnisse wie etwa 1934 die Theologische Erklärung der evangelischen Bekenntnissynode von Barmen gegen den Nationalsozialismus.
